Lebendige Skulptur – Walking Act bei der Nacht der Museen

Die Liebieghaus Skulpturensammlung öffnet zur Nacht der Museen ihren Garten. Hundert Tierplastiken aus Bronze und Marmor stehen im warmen Scheinwerferlicht. Die Gäste schlendern zwischen den Werken – und suchen den nächsten Blickfang.
Den liefere ich.


Die Aufgabe war klar: kein fester Bühnenrahmen, keine Ansage, kein Vorhang. Der Walking Act sollte sich dem Ort anpassen – unsichtbar verweben mit dem, was bereits da war. Ich bewegte mich zwischen den Skulpturen. Langsam. Fließend. Meine leuchtenden Bälle zeichneten weiche Bögen in die Dunkelheit – ein lebendiges Werk inmitten stiller Meisterwerke.

Die Gäste hielten inne. Viele wussten zunächst nicht, was sie sahen. Kunst oder Mensch? Skulptur oder Show? Genau dieser Moment ist das Ziel.
Für das Liebieghaus entstand so ein Erlebnis, das den Abend veredelte. Kein Bruch im Programm – sondern eine Fortsetzung mit anderen Mitteln. Die LED-Jonglage fügte sich in die Ausstellung ein und hob sie zugleich auf eine neue Ebene.


Das ist der Mehrwert eines durchdachten Walking Acts: Er verändert die Stimmung eines Raumes – ohne ihn zu stören.